Warum ohne Tiere?

Auf den ersten Blick scheint es, als sei die eigene Ernährung eine ganz persönliche Entscheidung, die andere nicht betrifft. Tatsächlich haben die Ernährungsgewohnheiten der Industrienationen jedoch drastische Auswirkungen auf den Klimawandel und unsere Umwelt insgesamt, auf das Schicksal von Milliarden von Tieren, die in der Massentierhaltung Höllenqualen erleiden müssen, und auf das Überleben von Millionen hungernder Menschen. Letztlich natürlich auch auf unsere Gesundheit.

Unsere Gesundheit

 

Im Jahre 2015 haben die Experten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) über 800 wissenschaftliche Studien zum Thema Fleisch ausgewertet und verarbeitetes Fleisch als „krebserregend“ eingestuft. Kurzfristig hat das für viele Schlagzeilen gesorgt, doch die hohen Wellen der Entrüstung sind lange verebbt. Das ändert natürlich am Ergebnis nichts.

Die Milchmärchen-Rechnung

 

Die gesundheitlichen Folgen durch Milch, Käse und andere Milchprodukte sind weit weniger oder gar nicht bekannt, aber mindestens genauso gravierend. Die Frage: „Was soll denn an Milch schlecht sein?“ höre ich des öfteren und tatsächlich bemüht sich die Milchindustrie redlich, das gute Image der Milch aufrecht zu erhalten. Werbeslogans wie "Die Milch macht's?" sollten dabei in der Vergangenheit helfen. Aber was macht die Milch eigentlich?  Starke Knochen oder krank?

 

Fangen wir mal damit an, ob sie überhaupt das macht, was sie verspricht, nämlich den Körper mit Kalzium zu versorgen. Ja, zunächst tut sie das, denn die Kalziumbilanz ist bei Milch und Milchprodukten durchaus positiv. Da gibt es nur einen Haken: Die Proteinaufnahme kann negative Effekte auf die Kalzumbilanz haben, wenn es um die typische Mischkost der westlichen Industrieländer geht, nämlich wenig Obst und Gemüse bei gleichzeitig hohem Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln. Denn diese Art der Ernährung weist einen Überschuss an Säurevalenzen auf und verstärkt die Kalziumausscheidung über den Urin. Das wiederum führt vereinfacht gesagt zur Mobilisierung von Kalzium aus den Knochen, also Abbau von Kalzium aus den Knochen. Im Ergebnis fördert ein hoher Milchkonsum Osteoporose, also das genaue Gegenteil von dem, was mit Kalzium erreichen werden soll.

 

Dazu kommt, dass Kasein, das 87% des Proteins in der Kuhmilch ausmacht, sich in Studien als nachhaltig krebserregend erwies und alle Stadien des Krebswachstums förderte (Quelle: Prof. C. Campell, "China Study").

Schließlich ist fraglich, ob wir bei Milch überhaupt von einem Lebensmittel sprechen sollten? Eher nicht, denn Milch ist eine hochkomplexe Signalsubstanz zur Versorgung eines Neugeborenen. Das Signal lautet: Wachstum. Milch enthält bestimmte Aminosäuren, wie Leucin, die mit den Zellen des Neugeboreren kommunizieren. Sie aktivieren dort einen Enzymkomplex, der die Zelle auf Wachstum schaltet. Quasi eine Art Doping mit systemischer Wirkung. Artfremd beim Menschen angewandt hilft dieses Doping zwar beim Muskelaufbau, bringt aber auch Akne und Allergien mit sich und ist bei Prostatakarzinomen überhöht aktiv. Denn die Wirkung des Dopings ist artenspezifisch angelegt: Eine kleine Kuh soll schneller wachsen als ein Säugling, so dass die Kuhmilch wehr viel mehr Eiweiß als die menschliche Muttermilch hat, was den menschlichen Organismus belastet. Ein Zuviel dieses Dopings bringt die Forschung direkt in Verbindung mit Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Melitus Typ 2. Kuhmilch enthält darüber hinaus genetische Partikel mit genregulativer Wirkung. Ob diese sogar unser Genmaterial verändern können wird derzeit in der Forschung heftig diskutiert. 

 

Alle Tiere hören mit dem Abstillen auf, Muttermilch zu trinken, nur der Mensch nicht. Er setzt sich meist sein Leben lang dem Risiko gesundheitlicher Schäden aus, weil uns über Jahrzehnte suggeriert wurde, dass Milch gesucht sei und DER Kalziumlieferant überhaupt. Dabei können wir Kalzium genauso gut durch den Verzehr von Pflanzen aufnehmen, und zwar ohne Nebenwirkungen. Bei der Bioverfügbarkeit von Kalzium in Kuhmilch (31%) können dunkelgrüne Gemüsesorten, wie Spinat, Brokkoli, Grünkohl, Pak Choi, sowie Ölsaaten (Sesam, Chia-Samen) und Nüsse locker mithalten. 

 

Unsere feinstoffliche Energie

 

Neben den unsäglichen Qualen, die Tiere in der Massentierhaltung erleiden müssen, bevor sie als "Produkt" auf unseren Tellern landen, und möglichen gesundheitlichen Schäden wirkt sich der Verzehr von Fleisch auch spirituell negativ aus. Wir nehmen das Leid, die Qualen und die Todesangst, die die Tiere während ihrer Gefangenschaft und vor allem bei der Schlachtung hatten, in unser feinstoffliches Energiefeld auf. Diese negative Energie wirkt dort fort, ob uns das gefällt oder nicht. Warum das so ist, was es mit unseren feinstofflichen Körpern auf sich hat, welche Prozesse dort dauerhaft stattfinden und wie wir diese Bedingungen positiv für uns nutzen, könnt Ihr in meinem Buch "Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens" (Verlagsgruppe Random House) mit einem Vorwort von Nele Neuhaus nachlesen.

Auf meinem Blog berichte ich regelmäßig über vegane Ernährung, Nährstoffe, Trends, Rechtssprechung, Nachhaltigkeit, Gesundheit und teile meine neusten Rezeptkreationen. Für mich ist vegan kein vergänglicher Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit dem einen oder anderen Beitrag "anstecken" kann und neugierig gemacht habe.

Viel Spaß beim Lesen, Ausprobieren und Nachkochen!

 

 

 

 

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

100% plant based