Fermente - Balsam für den Darm

Updated: Mar 9


Gesunde Ernährung wird - neben achtsamen Essen - am besten durch einen ausgewogenen Speiseplan und Variantenreichtum bei den Lebensmittelauswahl gewährleistet. Sofern Sie viel pflanzliche Kost in allen Farben, Hülsenfrüchte, Nüsse und andere gute Fette sowie ballaststoffreiche Produkte integrieren, kann nicht mehr viel schief gehen. Idealerweise sollten täglich auch fermentierte Lebensmittel verzehrt werden. Fermentierung (lat. "fermentum" - Gärung) bezeichnet die enzymatische Umwandlung organischer Stoffe, und zwar durch Bakterien, Pilze oder Enzyme. Die für die Fermentierung von Lebensmittel relevante Gärung läuft anaerob, das heißt ohne Sauerstoff ab. Durch den Verzehr von fermentierten Lebensmitteln legen ihre Lebendkulturen ein Reservoir in unserem Darm an, das unsere Stoffwechselfähigkeiten, unsere Immunfunktion und viele weitere regulativen physiologischen Fähigkeiten verbessert und insgesamt unserem Darmmikrobiom (im Volksmund "Darmflora") gut tut. Hier geht es zu unseren Rezepten.


Eine Verbesserung unseres Darmmikrobioms, das eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem spielt, haben viele von uns bitter nötig, vor allem durch die leider oft zu schnelle Einnahme von Medikamenten und Antibiotika. Rückstände davon im Trinkwasser und in Nutztieren (außerhalb der Bio-Haltung), die wir verzehren, hinterlassen Schadstoffe im Darm, die durch die "guten" Bakterien eliminiert werden müssen. Doch durch die wachsende Einstellung, Bakterien seien unser Feind und müssten bekämpft werden, und die dadurch immer häufiger verwendeten Desinfektionsmittel sorgen wir dafür, dass auch den "guten" Bakterien, die uns vor den "schlechten" schützen könnten, der Gar ausgemacht wird. Wir schwächen unser Immunsystem und werden anfälliger für Krankheiten. Abgesehen davon, dass fermentierte Nahrungsmittel in diesem Sinne Balsam für unsere Darmflora sind, sind sie höchst nährstoffreich und verdauungsfördernd. Der Klassiker in Deutschland ist das Sauerkraut. Neben wunderbaren sekundären Pflanzenstoffen, die im Weißkohl stecken (insbes. Glucosinolate - mit krebshemmenden Eigenschaften), werden insbesondere die B-Vitamine durch Fermentierung vermehrt.



Eine weitere Möglichkeit ist Miso zu verwenden. Zur Herstellung von Miso werden vereinfacht ausgedrückt Sojabohnen mit Reis oder Gerste in einem natürlichen und aufwendigen Verfahren fermentiert. Aus der japanischen Küche und einer makrobiotischen Ernährungsweise sind Miso und natürlich fermentierte Sojasaucen nicht wegzudenken. Bitte achtet darauf, dass sowohl Miso als auch Sojasaucen traditionell fermentiert wurden. Denn werden fermentierte Lebensmittel in der Massenproduktion erhitzt (pasteurisiert), werden auch die wertvollen Lebendkulturen gekillt. Mit Miso lassen sich tolle Gemüsebrühen herstellen (siehe oben im Bild mit Link zum Rezept) oder die Masse zur Herstellung von veganem Käse verfeinern. Ich beziehe mein Miso online bei Fairment (unbezahlte Werbung), da ich dort sicher sein kann, dass das Miso (in Bio-Qualität) nur fermentiert ist und nicht erhitzt wurde.



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100% plant based

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