Scheißschlau durch ein gesundes Darmmikrobiom

Updated: Mar 9


Was hat denn unser Darm mit dem Gehirn zu tun? Tatsächlich ist die Gesundheit unseres Gehirns in hohem Maße abhängig von dem Zustand unseres (gerne auch "die Darmflora" genannt). Es beeinflusst das Risiko für Gehirnerkrankungen. Da kann man staunen. Habe ich auch, als ich begann, mich mit dem Thema "Der Darm - unser zweites Gehirn" zu beschäftigen. So schreiben Forschungsergebnisse unserem Darmmakrobiom, in dem die Bakterien den Löwenanteil ausmachen, zahlreiche Funktionen zu: Unterstützung bei der Verdauung und Nährstoffaufnahme; Herstellung einer physikalischen Barriere gegen pathogene Keime, Viren und Parasiten; Entgiftung; Erheblichen Einfluss auf das Immunsystem; Erzeugung/Freisetzung wichtiger Enzyme und Neurotransmitter sowie anderer chemischer Stoffe (z.B. Vitamine) für das Gehirn; Einfluss auf das endokrine Hormonsystem und damit verbundene Unterstützung der Stressbewältigung; Regulierung von Entzündungskaskaden im Körper und dadurch Einfluss auf chronische Erkrankungen sowie die Förderung eines erholsamen Schlafs. Und, und, und... Nach alledem scheint es sich zu lohnen, unser Darmmikrobiom zu hegen und zu pflegen. Aber, wer macht das schon? Und vor allem, wie macht man das?

Ernährungsempfehlungen der Profis: am besten täglich Präbiotika und Probiotika zu sich nehmen.

Präbiotische Ballaststoffe sind chemisch gesehen kohlenhydrathaltige Pflanzenfasern, die wir nicht verdauen können, aber unsere Darmbakterien können das. Das heißt, durch die Einnahme von Präbiotika füttern wir die guten Bakterien in unserem Darm. Natürlich vorhanden sind Präbiotika zum Beispiel in Staudensellerie, Chicorée, Schwarzwurzeln, Topinambur, Löwenzahnblättern, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln, Spargel, Weizenkleie, Bananen (je weniger reif desto besser) und Basilikumsamen.


Probiotika sind Bakterien, die zu einem natürlichen Gleichgewicht der Mikroben im Darm beitragen. Der menschliche Verdauungstrakt enthält zwischen 300 und 100 verschiedene Arten von Bakterien. Die gesundheitsforderlichen probiotischen Bakterientypen vermindern das Wachstum von schädlichen Bakterien, unterstützen ein gesundes Verkauungssystem und stärken das Immunsystem. Die größte Gruppe der probiotischen Bakterien im Darm sind die Milchsäurebakterien. Probiotika finden wir vor allem in fermentierten Lebensmitteln (unsere Rezepte): Sauerkraut, sauer eingelegte Gurken und Gemüse, Kombucha-Tee, Miso, roher Honig. Probiotische Bakterien können im Darm einige Tage bis Wochen überlegen, vorausgesetzt man füttern sie mit Präbiotika. Deswegen immer beides verzehren.


Die Erzfeinde unserer Darmflora gibt es auch. Das sind vor allem: (1) Kontakt mit Substanzen, die gute Bakterien abtöten bzw. negativ verändern (Umweltgifte, Zucker, Weißmehl, Chlor im Leitungswasser sowie Medikamente, insbesondere Antibiotika) - hier wird die Diskussion um Bisphenol A, Glyphosat und andere relevant; (2) zu wenig Nährstoffe für eine gesunde Vielfalt an Bakterien und (3) Stress. Hier ist achtsame Ernährung, in Ruhe, gründliches Kauen und mit allen Sinnen genießen, besonders hilfreich!

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