Ab jetzt glutenfrei? Ach, Du Schreck...!

Updated: Feb 24


Ich würde an Ihrer Stelle mal bis Ende des Jahres auf Gluten verzichten, dann kann sich der Darm auch wieder erholen...“ war die Empfehlung unserer Heilpraktikerin an ein Familienmitglied, nachdem ein Lebensmitteltest bei allen Getreidesorten auf Rot stand.



Der häufigste Grund glutenfrei zu essen ist die Behandlung von Zöliakie. Eine Autoimmunkrankheit, die auftritt, wenn das Immunsystem überempfindlich auf Gluten reagiert. Gluten ist ein Proteingemisch, das u.a. in Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste enthalten ist. Dagegen bildet der Organismus eines Menschen, der an Zöliakie leidet, Antikörper, die das eigene Körpergewebe angreifen. Hierdurch flachen die Zotten, die an der Wand des Dünndarms sitzen, ab. Die Fähigkeit der Zotten, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen und in den Körper zu transportieren, wird beeinträchtigt. Symptome können u.a. Durchfall, Blähungen, Verstopfungen, Bauchschmerzen sein. Da Zöliakie weder geheilt noch medikamentiert werden kann, hilft nur strenge Diät. Streng, da schon winzige Mengen Gluten, etwa Mehlpartikel, ausreichen, um Probleme zu verursachen. Daher findet sich auf Verpackungen der Hinweis „Kann Spuren von Gluten enthalten“, wenn das betroffene Lebensmittel in der gleichen Produktionsanlage herstellt wurde, in der auch glutenhaltige Produkte hergestellt werden.

Doch auch wenn keine Zöliakie besteht, kann es dem Körper gut tun, auf glutenhaltige Kohlenhydrate zu verzichten oder sie zumindest zu reduzieren. Denn insbesondere Weizen und sein Gluten tun unserem Körper nicht wirklich gut (siehe Beitrag: „Der böse Weizen“).

Glutenfrei zu essen ist aber gar nicht so leicht, denn in vielen Fertigprodukten ist Gluten enthalten. Wenn auch oft unter anderem Namen: Getreidefüllstoffe, Stärke, modifizierte Stärke, Pflanzliches Protein (wird meist aus Weizen gewonnen), Kleie, Malzextrakt oder Malzaroma. Das heißt, entweder auf Fertigprodukte ausweichen, die als glutenfrei gekennzeichnet sind oder Nahrung selbst herstellen. Für leckere Pasta gibt es mittlerweile gute Fertigprodukte, doch das glutenfreie Brot lässt geschmacklich noch viele Wünsche offen. So habe ich die ersten Versuche gestartet, leckeres glutenfreies Brot zu backen. Das erste Brot, das von meinen Testessern das Zertifikat „Sehr lecker“ bekommen ist, ist ein Leinsamen-Amaranth-Brot. Weitere Rezepte werden folgen. Ich wünsche Euch einen wunderschönen, sonnigen Sonntagnachmittag!

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