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Was sind Microgreens?

Im Januar habe ich auf der Veggie World in Wiesbaden „Microgreens“ kennen gelernt. Mir haben es sofort die aus Sonnenblumenkernen gezogenen Pflänzchen angetan, die dort verkostet wurden. Seither züchte ich „Sommersprossen“, regelmäßig, aber auch Microgreens aus anderen Samen sowie Gerstengras mit großer Leidenschaft. Es macht richtig Spaß, den kleinen Kerlchen beim Wachsen zuzusehen. Morgens kommen sie frisch geerntet in den täglichen Grünen Smoothie oder abends in den gemischten Salat. Köstlich! Und frischer geht’s nicht. Das erste Osternest aus Sommersprossen ist auch schon verschenkt.



Was sind Microgreens?

Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) sind Microgreens „zarte unreife Pflanzen, die aus Gemüsesamen gezogen werden und aus zwei voll entwickelten Keimblättern (Kotyledonen) und manchmal noch zwei rudimentären "echten" Blättern (Primärblättern) bestehen“. Hinter dem hypen Namen steckt also ein alt bekannter Begriff: Keimling. Der Unterschied zu den üblichen Keimlingen besteht darin, dass Microgreens ein paar Tage später geerntet werden. Nämlich erst, wenn, wie in der Definition der BZfE beschrieben, neben dem ersten oder zweiten Keimblatt ein bis zwei weitere Blätter gewachsen sind. Letztlich handelt es sich also um zu spät geerntete Gemüse-Keimlinge von Sorten, die wir sonst im Großformat auf unsere Teller legen. Sie werden derzeit von Gourmet-Restaurants gerne als Dekoration verwenden, um das Gericht aufzuwerten (ursprünglich in den USA).



Hoher Nährstoffgehalt

Die kleinen Kerlchen bringen je nach Sorte einen intensiven Geschmack und wundervolle Farben hervor. Sie eignen sich hervorragend als Dekoration, sollten aus gesundheitlichen Gründen aber vor allem roh verzehrt werden. Denn das Gemüse in den Kinderschuhen sieht nicht nur schön und wunderbar frisch aus, sondern weist auch einen deutlich höheren Nährstoffgehalt als ihre ausgewachsenen Verwandten auf. Das stellten Wissenschaftler der Universität und eines staatlichen Untersuchungsinstitutes in Maryland (USA) bereits im Jahre 2012 fest. Untersucht wurden 25 verschiedene Microgreens auf ihren Wassergehalt und die Nährstoffe Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole (Vitamin E), Carotinoide (u. a. Provitamin A) und Phyllochinon (Vitamin K). Während der Wassergehalt im Vergleich zur erwachsenen Pflanze ähnlich hoch war, zeichneten sich die Microgreens durch eine deutlich höhere Nährstoffdichte aus. Besonders vitaminreich waren Rotkohl, Koriander, roter Amaranth und Daikon-Rettich.



Wie züchtet man Microgreens?

Die individuelle Züchtung kann je nach Sorte ein bisschen variieren. Ich gehe immer nach dem folgenden Prinzip vor, das bislang gut geklappt hat.


  1. Samen im Verhältnis 1:4 in warmen Wasser über Nacht einweichen

  2. Samen waschen und in einem Keimglas für 1-3 Tage keinem lassen, bis sich kleine grüne Fäden (ca. 1-5 mm) aus der Saat bilden. Die Samen brauchen kein Licht, sondern fühlen sich sogar im Dunklen wohler. Ich habe meine Keimgläser neben dem Waschbecken stehen und decke sie die ersten Tage mit einem Tuch leicht ab.

  3. Nun ein Pflanztablett (idealerweise sollte überschüssiges Wasser abfließen können) oder eine flache Schüssel mit ca. 5 cm Erde auffüllen. Die gekeimten Samen darauf verteilen, und zwar üppig, so dass die Samen dicht beieinander liegen, aber nicht aufeinander. Da wir keine ausgewachsene Pflanze züchten wollen, nutzen wir die Fläche so gut wie möglich. Die Samen mittels einer Sprühflasche mit Wasser befeuchten und mit Erde bedecken.

  4. Nun müssen die Samen mehrmals am Tag besprüht und feucht gehalten werden. Nicht zu feucht, damit keine Fäulnis entsteht. Diesen Dreh‘ bekommt man schnell raus.

  5. Sobald die Pflänzchen ein paar Zentimeter rausgucken, das Pflanztablett an einen sonnigen Platz stellen.

  6. Nach ca. 8-10 Tagen, wenn die Pflänzchen ca. 10 cm lang sind, kann geerntet werden. Dafür die Keimlinge dicht über der Erde mit einer Schere abschneiden, (im Falle von Sommersprossen) die schwarze Samenschale, die auf manchen Pflänzchen noch sitzt, abziehen, evtl. vorsichtig verbleibende Erde abwaschen - Fertig zum Verzehr!


Woher bekommt man die Saatgut und Pflanztablett?

Es gibt mittlerweile einige online Shops. Mir gefällt die Philosopie von Grow-Grow-Nut*. Nach dem Motto "Vitamine ohne Plastik von Deiner Fensterbank" werden die Microgreens in Kokosnuss-Schalen angebaut, ausschliesslich Bio-Saatgut verwendet sowie Kokoserde aus natürlicher mineralischer Erde und Kokosfasern, die beim Schleifen und weiteren Verarbeitungsschritten der Kokosnuss anfallen (also ein Upcycling-Produkt). Für die Verpackung der Saatgut-Tütchen setzt das junge Unternehmen auf innovatives und umweltschonendes Graspapier. Nach dem Motto: "Lass uns gemeinsam etwas bewegen und die Welt wieder grüner machen!" wird mit jeder angebauten Grow-Grow-Nut ein Baum in den ärmsten Gebieten der Welt angepflanzt. Schließlich arbeitet Grow-grow Nut mit einer Behindertenwerkstatt zusammen, die die Bestellungen verpackt. Ein Starterpaket gibt es ab 14,90 Euro. Eine genaue Anleitung, wie mit diesen Materialien zu arbeiten ist, findet sich auf der Webseite. Meine Leser bekommen bei GrowGrowNut bis 30.06.2020 10% Rabatt auf ihre Erstbestellung (Rabattcode: "achtsam10")



Achtung: 10% Rabatt für meine Leser! (Code: achtsam10) bis 19.04.20

In gleicher Hand ist der Microgreenshop*, in dem Ihr wirklich alles an Bio-Saatgut und Zubehör bekommt, was gebraucht wird. Auch hier gilt die Rabatt-Aktion für meine Leser bis zum 30.06.2020. 10% Rabatt auf die erste Bestellung, auch mit dem Rabatt-Code "achtsam10"



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*Unbezahlte Werbung wegen Firmennennung

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