Kokosöl ist ungesund und macht dick - Mythos oder Wahrheit?

February 7, 2016

Worum geht's ?

Es ist schon wirklich unglaublich, wie diametral die Gesundheits- und Ernährungsempfehlungen der Experten voneinander abweichen. Wie in meinem letzten Blog-Beitrag erwähnt, habe ich kürzlich das Buch von Dr. David Perlmutter "Dumm wie Brot" gelesen (das mir übrigens sehr gut gefallen hat). Perlmutter bezeichnet dort das Ei als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Dr. Rüdiger Dahlke hingegen warnt in seinen Büchern vor dem Verzehr von Eiern, da er jedes Tierprotein für gefährlich hält und Eier nach seiner Aussage insbesondere der Prostata schadeten. Was das mit dem Kokosöl zu tun hat? Nichts, außer dass auch die Meinungen zu Kokosöl immer noch stark voneinander abweichen. Kokosöl besteht zu 90% aus gesättigten Fettsäuren, die leider von einigen Ernährungsberatern immer noch pauschal als ungesund klassifiziert werden. Es handele sich um schlechte Fette, die dem Körper schaden und dick machen. Zudem seien sie schädlich, da sie den Cholesterinspiegel erhöhen. Das ist mit Nichten der Fall, denn mittlerweile weiß man, dass Kokosöl sogar besonders wertvoll für den Körper ist. Zum einen ist es ein weiterer Mythos, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel per se ein Problem darstellt (Ausführungen hierzu würden an dieser Stelle den Rahmen sprengen; vielleicht in einem nächsten Blogbeitrag). Zum anderen können lediglich die im Kokosöl enthaltenen Laurin-, Myristin- und Palmitinsäuren überhaupt Einfluss auf den Cholesterinspiegel nehmen, alle anderen nicht. Wird Kokosöl im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verzehrt, die zudem viele wertvolle ungesättigte Fettsäuren (insbesondere wichtige Omega-3-Fettsäuren) enthält, ist die Auswirkung auf den Cholesterinspiegel unwesentlich. Auf der anderen Seite kann Kokosöl für den Körper viel Gutes tun. Hier ein paar Beispiele: (1) Kokosöl ist aufgrund der mittelkettigen Fettsäuren leicht verdaulich und gut bekömmlich; (2) Es ist reich an Laurinsäure, die Bakterien und Viren tötet; (3) Es ist ein guter Lieferant für das Spurenelement Selen, das antioxidativ wirkt; (4) Es schützt und pflegt Haut und Haar; (5) es ist ein guter Butterersatz für Veganer und eigenet sich hervorragend zum Braten oder Fritieren, da es hitzebeständig ist; (6) Aber vor allem tut Kokosöl unserem Gehirn extrem gut. 3-Hydroxybutansäure ist ein exzellenter Treibstoff und hocheffiziente Energiequelle für unser Gehirn, die die Funktion der Antioxidaniten verbessert, die Anzahl der Mitochondrien erhöht und das Wachstum neuer Gehirnzellen anregt. Diesen Superstoff können wir (vereinfacht gesagt) durch den Verzehr von Kokosöl aufnehmen. Ich selbst verwende mittlerweile fast ausschließlich Kokosöl zum Braten (und nicht gerade sparsam), es sei denn, der Kokosgeschmack passt gar nicht zu dem jeweiligen Gericht. Mein Fazit: Ganz klar Mythos! Kokosöl macht nicht dick und ist gesund. Bitte machen Sie jetzt aber nicht den Fehler, Kokosöl als einzige Fettquelle in Ihren Speiseplan einzubauen. Unserem Körper tut die Vielfalt gut. Das heißt, es sollte darüber hinaus eine gute Menge an ungesättigten Fettsäuren über die Nahrung erhalten.

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