Vegan, echt? Bekommst Du denn genügend Eiweiß?

March 12, 2017

Worum geht's ?

Ja, ich bin Veganer und ich bekomme genügend Eiweiß! Das gilt sowohl für unser properes Fotomodell oben als auch für mich persönlich (Bluttest vor 2 Wochen hat alle Werte im Normbereich attestiert, inkl. Nährstoffanalyse und Vitamin B12). FrequentlyAskedQuestions, die wir Veganer komischerweise ständig hören. Wieso komisch?

 

Protein (Eiweiß) ist einer der sog. Makronährstoffe, die der Mensch braucht. Eiweiß besteht aus Aminosäuren. Davon gibt es die sog. essentiellen, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen. Die anderen kann unser Körper selbst herstellen. Da unser Körper keinen Eiweißspeicher hat, muss er regelmäßig mit Eiweiß versorgt werden. Eiweiß brauchen wir als Baumaterialien für Enzyme und Hormone, zum Aufbau von Zellstrukturen und  als Transportmittel für Moleküle im Blut. Wietere Einzelheiten dazu könnt Ihr in meinem Buch "Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens" ab Seite 160 nachlesen. Wir brauchen also Eiweiß und ein Mangel hätte gesundheitliche Folgen. Deswegen achten Menschen, die sich vegan ernähren in der Regel gut darauf, eiweißhaltige pflanzliche Lebensmittel in ihren Speiseplan einzubauen. Das funktioniert recht einfach, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt. Ich werde ab jetzt meine Gerichte, die eine gute pflanzliche Eiweißquelle darstellen, mit unserem wunderschönen Fotomodell oben kennzeichnen, z.B. meine Serbische Bohnensuppe, die es regelmäßig bei uns gibt.

 

Worüber weitaus weniger gesprochen wird, als die angeblichen Mangelerscheinungen bei Veganern, sind die Krankheiten, die durch tierisches Eiweiß gefördert werden. Denn tierisches Eiweiß ist entgegen der Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) schädlich für den menschlichen Organismus - ja, das habt Ihr richtig gelesen! Die DGE schränkt das tierische Eiweiß in der Ernährungspyramide auch ein (quasi im Kleingedruckten) - aber über die tatsächlichen Gegebenheiten informiert sie nicht. Dazu ist sie zu nahe an der Agrarindustrie und meinem Lieblingsminister Christian Schmidt. Aber nun mal zu den Fakten...

 

Im Jahre 2015 haben die Experten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) über 800 wissenschaftliche Studien zum Thema Fleisch ausgewertet und verarbeitetes Fleisch als „krebserregend“ eingestuft. Kurzfristig hat das für viele Schlagzeilen gesorgt, doch die hohen Wellen der Entrüstung scheinen mittlerweile verebbt. Aber wie das so ist mit Studien: ein Sympathisant der Nutztierindustrie kritisiert eine Studie und plötzlich gilt sie als „umstritten“ – egal, wie sorgfältig recherchiert wurde. Ziel erreicht (auf Kosten des Verbrauchers). Aber das ist ja egal, wenn der Profit stimmt.

 

Die negativen gesundheitlichen Folgen durch Milch, Käse und andere Milchprodukte sind weit weniger oder gar nicht bekannt, aber mindestens genauso gravierend. „Was soll denn an Milch schlecht sein?“ werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Schließlich wird die Milch als das Hausmittel für die Aufnahme von Eiweiß und Kalzium beworben, ein Getränk, das vermeintlich für starke Knochen sorgt. Da gibt es einen Haken: Kasein, das 87% des Proteins in der Kuhmilch ausmacht, erwies sich in Studien als nachhaltig krebserregend und förderte alle Stadien des Krebswachstums. Ganz schön blöd, oder? 

 

Kalzium ist in der Milch zwar vorhanden, kann aber aufgrund relativ geringer Bioverfügbarkeit vom Körper gar nicht so gut aufgenommen werden. Das Gegenteil ist der Fall bei pflanzlichen Quellen. Dazu kommt, dass tierische Eiweißquellen aufgrund des hohen Gehalts an schwefelhaltigen Aminosäuren erheblichen Kalziumverlust über die Nieren bedingen (Quelle: ProVegan). Das führt dazu, dass ein hoher Milchkonsum Osteoporose fördert. Unglaublich, oder? Und vor allem genau das Gegenteil von dem, was uns systematisch suggeriert wird. Ja, ich habe auch vor ein paar Jahren geschluckt, als ich angefangen habe, mich damit zu beschäftigen.

 

Schließlich enthält Kuhmilch natürlich eine Vielzahl von Hormonen, denn eigentlich möchte eine Kuh mit ihrer Milch ein Kälbchen großziehen. Dafür braucht sie u.a. Wachstums- und Sexualhormone, für die der menschliche Organismus nicht ausgelegt ist. Gesundheitliche Folgen können zum Beispiel oft tödliche Erkrankungen, wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Demenz, Alzheimer, Schlaganfälle sein.

 

Besonders bei Kindern treten viele Gesundheitsstörungen durch Milchkonsum auf. Was besonders dramatisch ist, da Eltern meist besonders darauf achten, dass Kinder wegen der vermeintlich wertvollen Inhaltsstoffe viel Milch trinken. Milch fördert bei Kindern Hautkrankheiten jeder Art, führt zu Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, eine übermäßige Schleimbildung, Asthma, Bronchitis, chronische Entzündungen der Ohren, u.a. 

 

Nach alledem betone ich nochmal, "komisch", dass man Veganer immer und immer wieder nach Mangelerscheinungen fragt, Konsumenten von tierischem Eiweiß aber nicht nach ihrem Gesundheitszustand. Ich gebe zu, dass es dem Verbraucher durch die derzeitige Berichterstattung auch nicht einfach gemacht wird. Man wird überflutet mit Gesundheitstipps, viele davon sind widersprüchlich und wem vertraut man dann? Einem Institut, das durch seinen Namen "Deutsche" Gesellschaft für Ernährung eine staatliche Herkunft erwarten lässt. Und was der Staat in Auftrag gibt, kann ja den Menschen nicht schaden, oder? Don't get me started. Letztlich gebe ich zu Bedenken, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das sich von der Muttermilch anderer Lebewesen ernährt. Das würde ein Säugetier niemals tun. 

 

Zurück zur Ausgangsfrage: Abgesehen davon, dass in Deutschland Menschen eher zuviel Eiweiß aufnehmen (vor allem tierisches) - sich die Frage eines Mangels also gar nicht stellt - gibt es wunderbare pflanzliche Eiweißquellen. Siehe unser Fotomodell oben - sieht aus, als ginge es ihm oder ihr gut, oder?

 

Hier noch ein Link von PETA, der über pflanzliche Eiweißquellen informiert.

 

Zum Weiterlesen: ProVegan mit vielen nützlichen Hinweisen und umfangreichen Quellen.

 

 

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