Coffee to go - Fluch und Segen

March 26, 2017

Worum geht's ?

Eigentlich ist es eine ganz tolle Sache und passt zu unserer schnelllebigen Welt: Coffee-to-go. Kaffee trinken, wann immer man will, ohne langes Sitzen in einem Café. Einfach den Becher mitnehmen und genießen. Für mehr ist ja auch keine Zeit in unserem vollgestopften Alltag. Von Achtsamkeit will ich gar nicht anfangen, aber von den katastrophalen Folgen, den dieser Luxus für unsere Umwelt hat. Wertvolle Ressourcen werden verbraucht, um Becher herzustellen, die dann (bestenfalls) im Müll landen. Viele Coffee to go-Becher werden achtlos weggeworfen und verschmutzen Straßen, öffentliche Plätze und die Natur. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) werden stündlich 320.000 Becher verbraucht, das sind fast drei Milliarden Einwegbecher pro Jahr. Das Ganze, um sie maximal 5-10 Minuten zu benutzen – was für ein Wahnsinn! „Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial eingesetzt wird. Es werden praktisch keine Recyclingpapierfasern genutzt, sodass für die Herstellung der Pappbecher neue Bäume gefällt werden müssen. Weil die Einwegbecher nicht nur aus Pappe, sondern anteilig auch aus Kunststoff bestehen, wird auch Rohöl zur Becherproduktion benötigt. Ein durchschnittlicher Einwegbecher besteht in der Regel zu fünf Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen – dazu kommt noch der Plastikdeckel und gelegentlich Rührstäbchen, Papiermanschetten oder Tragehilfen aus Pappe. Für Herstellung der Polyethylen-Beschichtungen der Becherinnenseiten und Polystyrol-Deckel werden jährlich ca. 22.000 Tonnen Rohöl verbraucht. Für die Herstellung der jährlich in Deutschland verbrauchten Coffee to go–Becher entstehen CO2-Emissionen von rund 83.000 Tonnen. Die Herstellung der Polystyrol-Deckel verursacht zusätzlich rund 28.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.“ So die Angaben der DUH.

 

Mir war dieses Ausmaß nicht bewusst und ich wollte nicht länger Teil des Problems sein. Also habe ich mir vor einiger Zeit die Selbstverpflichtung auferlegt, nur dann einen Coffee-to-go trinken zu dürfen, wenn ich meinen persönlichen Begleiter, meine KeepCup dabei habe. Zwei davon habe ich mir in einem Café in Prag gekauft. Es gibt mittlerweile viele andere Hersteller. Anfangs gab es für Mama Caglar einige Wochen lang keinen Kaffee, da ich meinen Becher regelmäßig im Auto vergessen habe. Jetzt klappt es und unsere Kaffeebar im Campus Kronberg hat überhaupt kein Problem damit, mir meine Latte Macchiato mit Sojamilch in meine KeepCup zu füllen. Mit ein klein wenig Disziplin, kann man viel bewerkstelligt werden. Wie wär’s? Macht Ihr mit?

Please reload

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

100% plant based