Achtsamkeit in den Rauhnächten

December 24, 2017

Worum geht's ?

 "Was sind denn Rauhnächte?" Diese Frage habe ich mir vor einiger Zeit auch noch gestellt, als die Ärztin meines Vertrauens mir vorschlug, mich während der kommenden Rauhnächte von alten Mustern zu verabschieden, die mir Stress bereiten und nicht gut tun. Denn während der Rauhnächte werden alte Strukturen aufgebrochen, damit neue entstehen können. Nach alter Tradition werden hierfür Räucherrituale mit einheimischen Kräutern durchgeführt, um Haus und Hof zu reinigen, Dämonen auszutreiben, böse Geister (negative Energie) loszuwerden und Raum für das neue Licht und neue Jahr zu schaffen. Der Aberglaube besagt, das Träume, die man in einer Rauhnacht hat, in Erfüllung gehen. Ferne wirken Heilkräuter in Rauhnächten besonders stark.

 

Woher der Name "Rauhnacht" kommt ist umstritten und hierzu gibt es viele Theorien. Auch die Angaben für die Zeit der Rauhnächte variieren. Geht man von der gängigsten Erklärung aus, dann beginnt die erste Rauhnacht in der Nacht des Heiligabend (24. auf den 25. Dezember). also heute und endet in der Nacht zum 6. Januar. Und das ist auch die Zeit, die als "zwischen den Jahren" bezeichnet wird. Ich habe den Ausdruck nie verstanden. Für mich wäre der 31. Dezember um 24h der einzige logische Zeitpunkt zwischen den Jahren gewesen. Das hat aber eine andere Bewandtnis. Ein Mondjahr, also zwölf ca. 28-tägige Mondzyklen, umfasst 354 Tage. Ein Sonnenjahr hat aber 365 Tage. Es fehlen also elf bis zwölf Nächte. Diese Nächte - die Rauhnächte - liegen also außerhalb der Zeit, und zwar zwischen zwei Mondjahren, und gelten daher als mystisch und magisch. Das Schicksal kann neu ausgehandelt und die Zukunft beschwört werden. In dieser Zeit der vermeintlichen Stille laufen unsere feinstofflichen Energien auf Hochtouren (vielleicht nochmal in Kapitel 9 des Buches: "Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens" feinstoffliche Energie nachlesen?). Eine ganz besondere Zeit, um Achtsamkeit zu praktizieren. Zeit dazu haben die meisten von uns nun auch, und meist auch die nötige Ruhe. Egal ob wir es Dämonen, böse Geister oder alte Muster, die uns nicht gut tun, nennen, in dieser Zeit sind die Bedingungen besonders gut, sie los zu werden.

 

Sicherlich werden viele von Euch den heutigen Nachmittag oder Abend im Kreise der Familie oder Freunden verbringen. Doch vielleicht findet Ihr eine kurze Zeit der Stille, in der Ihr Rückschau halten könnt: Was war in diesem Jahr besonders schön? Wofür bin ich dankbar? Was war schwer und hat Kummer bereitet? Was habe ich gelernt? Wer war in diesem Jahr an meiner Seite? Ist noch etwas offen? Und ganz wichtig (Stichwort alte Muster): Was nehme ich mit ins nächste Jahr und was lasse ich ganz bewusst zurück und verabschiede ich davon? Ein wunderbares schamanisches Ritual ist einen Abschiedsbrief zu schreiben, indem man entweder von einer bestimmten Person oder von einem Muster Abschied nimmt. Wenn der Brief geschrieben ist, zerknüllt und verbrennt Ihr ihn. Während der Brief verbrennt lasst Ihr ganz bewusst los.

 

Ich wünsche Euch einen wundervollen Heiligabend und eine mystische und magische erste Rauhnacht!

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