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Warum achtsame Ernährung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krankenkassen führen 40% der Krankheitskosten in Deutschland auf ernährungsbedingte Krankheiten zurück. Was läuft denn schief? Zu wenig Disziplin?

"Der Mensch ist nicht Herr seiner selbst"

Sigmund Freud (1856-1939)

Diese Aussage des Wiener Nervenarztes, die Anfang des 20. Jh. die Gesellschaft schockierte, wurde mittlerweile durch Neurowissenschaften bestätigt. Und obgleich Ernährungsratgeber uns suggerieren, dass wir bewusst entscheiden können, wann, was und wieviel wir essen, steuert unser Organismus unser Essverhalten hauptsächlich vegetativ, also ohne unser bewusstes Zutun! Eine Rolle spielen dabei unsere somatische Intelligenz und unser Bauchhirn.   

 

Darüber hinaus ist Essen von Natur aus eine emotionale Sache. Um sicher zu stellen, dass wir bei Hunger auch tatsächlich die zur Lebenserhaltung notwendige Nahrung aufnehmen, werden wir mit Mechanismen gelockt, denen wir kaum widerstehen können. Dafür sorgt unser raffiniertes limbisches System

 

Wir leben auch nicht mehr als Jäger und Sammler, die zum Beeren pflücken oder Jagen motiviert werden müssen, sondern in einer tendenziell überfordernden Zeit des Konsumüberschusses. Das heißt, wir essen quasi im digitalen Schlaraffenland. Abgesehen davon, dass unsere ursprüngliche genetische Programmierung (zum Überleben möglichst fett, süß und salzig zu essen) in unserer Überflussgesellschaft nicht mehr adäquat ist, sind mittlerweile psychosoziale Faktoren und äußere Reize am Start, die unser Essverhalten ständig beeinflussen.

Das heißt, von außen aufgegebene Diätpläne, die disziplinierte Ess-Entscheidungen voraussetzen, können gar nicht funktionieren, jedenfalls nicht langfristig. Sie verkennen, dass wir es nicht lange durchhalten, uns mit den mächtigen Schaltzentralen unseres Körpers anzulegen. Eines klappt mit einer Diät aber ganz sicher: dass wir uns nach deren Scheitern noch schlechter fühlen als vorher.

 

Tatsächlich liegt der Schlüssel zu gesunder Ernährung nicht in der Diätik, sondern vor allem in uns selbst. Erst wenn wir die Signale unseres Körpers wieder wahrnehmen, unsere individuellen Essgewohnheiten entschlüsseln und beobachten, was unsere persönlichen Antreiber zum Essen sind, können wir bewusst und gezielt auf unsere Ernährung Einfluss nehmen. 

Achtsamkeit ist ein wunderbares Hilfsmittel, um genau das zu erreichen, und zwar ohne auf bestimmte Lebensmittel zu achten oder Kalorien zu zählen. 

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