Somatische Intelligenz und unser Bauchhirn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit Millarden von Jahren können sich Lebewesen zum Überleben auf den ältesten Trieb überhaupt verlassen: den Nahrungstrieb. Dieser sorgt im menschlichen Organismus auch heute noch für die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Energie. Ist Nachschub erforderlich, wird ein Hungergefühl auslöst und ein weiteres, wenn wir satt sind. Damit wir bei Hungergefühlen aber nicht wahllos anfangen, zu futtern, ist eine Qualitätssicherung vorgeschaltet. Diese überprüft, ob das ausgesuchte Nahrungsmittel uns evtl. schaden könnte. Vom Verzehr hält uns unser Organismus dann durch Abneigung oder Ekel ab. Nach dem Verzehr wird die Kost auf ihre Bekömmlichkeit geprüft und gefährdende Substanzen identifiziert. Das Ergebnis könnte Wohlempfinden, aber auch Bauchschmerzen oder Durchfall sein. Wird ein Nährstoff gerade besonders benötigt, werden wir durch Heisshunger motiviert, Nahrungsmittel zu uns zu nehmen, die diesen Nährstoff enthalten. Wer schon mal schwanger war, kann ein Lied davon singen!

 

Für dieses beeindruckende Datenmanagement ist unser enterisches Nervensystem im Magen-Darm-Trakt zuständig, das über den Vagusnerv eine anatomische Verbindung zu unserem Gehirn hat. Über diese "Standleitung" findet 24/7 ein intensiver Informationsaustausch statt. Da dieses Nervensystem wie das Nervensystem in unserem Kopf aufgebaut ist und die gleichen Mechanismen und Botenstoffe verwendet, wird es auch "Bauchhirn" genannt. Und dieses Bauchhirn ist psychosomatisch mit unserem Gefühlszentrum im Gehirn verbunden.

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