Essen ist von Natur aus eine emotionale Angelegenheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um sicher zu stellen, das wir bei Hunger auch tatsächlich die zur Lebenserhaltung notwendige Nahrung aufnehmen, werden wir mit Mechanismen gelockt, denen wir kaum widerstehen können:  Informationen, die über die Darm-Gehirn-Achse im Kopf ankommen, werden in unser limbisches System im Gehirn eingespeist. Hier sitzt unser mächtiges Belohnungszentrum. "Glückshormone" (wie unsere hausgemachte Happiness-Droge Dopamin), die unser Belohungszentrum ausschüttet, sorgen dafür, dass wir zu einem bestimmten Essen greifen. Die dabei entstehenden positiven Gefühle werden als Datum mit der Nahrung verknüpft und in unserer persönlichen Datenbank gespeichert. Wir werden also regelrecht durch Lust zum Essen verleitet. Entsprechende Lernvorgänge beginnen dazu schon früh nach der Geburt: Ein Baby lernt, dass durch das Aufnehmen der Muttermilch Hungergefühle gestillt werden und das Gestilltwerden mit Sicherheit, Geborgenheit, Wärme und Nähe verbunden ist. Ansonsten wären Babies gar nicht zur Nahrungsaufnahme zu motivieren. Mit all diesen Mechanismen ist unser Organismus in der Lage, seinen Besitzer unbewusst zu einem Essverhalten zu verleiten, das seine aktuellen Nahrungsbedürfnisse befriedigt. Ganz schön ausgeklügelt, oder? Die Nahrungsaufnahme ist jedoch keine rein pysiologische Angelegenheit, sondern unterliegt auch erheblichen Einflüssen von außen. 

Weiterlesen: Essen im digitalen Schlaraffenland

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