Quark

Aus fermentierten Cashewkernen

Schon während meiner Kindheit habe ich morgens liebend gerne Brot mit Quark und Marmelade gegessen. Neben einigen Käsesorten vermisse ich Quark, seit ich mich vegan ernähre, sehr. Die Alternativen, die es aus Sojamilch usw. zu kaufen gibt, schmecken mir gar nicht und lassen auch keine Kindheitserinnerungen bei mir hochkommen. Also habe ich angefangen, zu experimentieren. Nach diversen Versuchen bin ich der Sache nun richtig nahe gekommen. Meine Kindheitserinnerungen flackern beim Genuss dieses gesundes Quarkes lichterloh! Und dieses Rezept teile ich natürlich gerne mit Euch. Aber Achtung! Bitte zeitlich einplanen: die Herstellung des Rejuvelacs dauert ein paar Tage. Alternativ könnt ihr Brottrunk kaufen. 

Das wird gebraucht:

250 g Cashewkerne, über Nacht eingeweicht

ca. 250 ml Rejuvelac (alt. Brottrunk, nicht pasteurisiert)

1 TL Salz (naturbelassen, z.B. Himalaya-Salz oder Steinsalz)

Option 1: 100 g vegane Butter (ich verwende ausschliesslich Vegan Block von Naturli)

5 g Stärke mit 20 ml kaltem Wasser vermischt

 

Option 2: 1 Nussmilchbeutel (Alt. 1 Mulltuch in ein Sieb legen)

75 g vegane Butter

So wird's gemacht:

Die über Nacht eingeweichten Cashews gut abspülen und abtropfen lassen. Dann mit dem Rejuvelac in einem Hochleistungsmixer verarbeiten, bis eine cremige Masse entsteht. Ggf. zwischenzeitlich pausieren und die Masse von den Seiten den Mixers in die Mitte schieben. Der Mixer sollte nicht überhitzt werden (max. 2 Minuten), sonst sind die wertvollen Milchsäurebakterien, die wir zum Fermentieren brauchen, pfutsch. 

Die Masse dann in ein Gefäß geben (entweder Glas oder Keramik -  kein Edelstahl oder Plastik, dann entsteht schnell Schimmel), mit einem Mulltuch bedecken und das Mulltuch mit einem Gummiband am Glas befestigen (ich verwende ein Ball Mason Glas, bei dem man den Deckel vom Drehverschluss trennen kann). Dann bei Zimmertemperatur 24-36 Stunden fermentieren lassen. Je länger die Fermentationszeit, je säuerlicher wird der Quark, d.h. auch 48 Stunden sind möglich. Die Masse sollte jeden Tag vorsichtig durchgerührt werden. Dabei die Masse vom Rand immer in die Mitte schieben und mit unterrühren.

Wenn die Cashewmasse fertig fermentiert ist, gibt es folgende Möglichkeiten (ich habe, nachdem ich mit Option 2 angefangen hatte, Option 1 entwickelt, weil mir das Gefummel mit dem Nussmilchbeutel auf den Keks ging):

 

Option 1:  Die Butter vorsichtig in einem kleinen Topf auf der warmen Herdplatte zerlaufen lassen und abkühlen lassen. In der Zeit, die Stärke mit dem kalten Wasser gut vermischen. Wenn die Butter abgekühlt, aber noch flüssig ist, mit dem Salz und der Stärke in die Cashewmasse geben und nochmal gründlich durchrühren, ggf. mit dem Handrührgerät. Nun den Quark in ein Glas bzw. Gläser  mit Schraubverschluss geben und in den Kühlschrank stellen, bis der Quark fester wird.

Wer weniger Fett verwenden möchte, wählt Option 2. 

 

Option 2: Die fermentierte Cashewmasse in den Nussmilchbeutel geben und für 1-2 Stunden abhängen/abtropfen lassen (ggf. den Beutel an den Wasserhahn über dem Küchenwaschbecken festbinden). 

 

Die Butter vorsichtig in einem kleinen Topf auf der warmen Herdplatte zerlaufen lassen und abkühlen lassen. Dann die noch flüssige Butter mit dem Salz und der Cashewmasse mischen, ggf. mit dem Handrührgerät. Den Quark nun in ein Glas bzw. Gläser mit Schraubverschluss geben und in den Kühlschrank stellen, bis der Quark fester wird. Dann ist er servierfertig.

 

Er kann natürlich dann auch wunderbar für einen Kräuterquark verwendet werden. Im Kühlschrank hält der Quark ca. 1 Woche (länger hat er es bei uns noch nicht geschafft, da er deutlich vorher weggefuttert ist).

 

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