Rejuvelac

Der selbstgemachte probiotische Getreidetrunk

Was ist Rejuvelac?

Dr. Ann Wigmore hat's erfunden: Ein fermentiertes Getränk aus gekeimtem Getreide, das reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Vitamin K, Aminosäuren und Enzymen ist. Durch die Fermentierung entstehen wertvolle Milchsäurebakterien, was Rejuvelac zu einem probiotischen Lebensmittel macht. Diese unterstützen den Aufbau und die Erhaltung eines gesunden Darmmikrobioms und stärken damit unser Immunsystem. Denn 80% unseres Immunsystems befindet sich im Darm. Ein gesundes Darmmikrobiom hält sogar unser Gehirn fit.

 

 

Anstatt teure probiotische Präparate zu kaufen, kann man Rejuvelac ganz einfach selbst herstellen. Ich verwende es jeden Tag für unseren morgentlichen Grünen Smootie. Daneben lässt es sich auch zum Fermentieren von Gemüse und zur Herstellung von pflanzlichem Joghurt- und Käsealternativen verwenden. Ich stelle daraus gerne Creme Fraiche (z.B. für Frankfurter Grüne Sauce) und "Keese" her. 

Das wird gebraucht:

100 g Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut), Naturreis oder sog. Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth, Hirse, Quinoa. 

1 Keimglas (Alt. 1 Keramikschüssel)

1 Mulltuch und Gummiband zur Abdeckung

400 ml Wasser 

Ein Gefäß mit mind. 0,5 l Volumen. Es sollte eine relative große Öffnung haben, damit für den Fermentiervorgang genug Sauerstoff an die Flüssigkeit kommt. 

 

Und so wird's gemacht:

Das Getreide zunächst in ausreichend Wasser einweichen werden. Offiziell gibt es unterschiedliche Einweichzeiten je GEtreideart. Ich weiche immer, egal welches Getreide ich verwende, über Nacht ein. Das reicht auf jeden Fall.

Nach der Einweichzeit werden die Körner in ein Sieb gegeben und unter fließendem Wasser vorsichtig abgespült. 

Die Körner dann in ein Keimglas geben und auf den Ablaufbügel stellen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Die Körner müssen 2-3 Mal am Tag gespült werden. Dafür Wasser in das Keimglas laufen lassen, vorsichtig umrühren und auf den Verschluss stellen, damit das Wasser ablaufen kann. Ich versuche, die Körner auf der Länge des Glases zu verteilen, damit sie nicht gestapelt sind und die Gefahr von Fäulnis reduziert wird. 

Nach 1-2 Tagen - je nach dem, welche Körner zu verwendest, bilden sich die Keimlinge (kleine Fäden).

Die Keimdauer beträgt je nach Sorte irgendwas zwischen 12 h (Hirse) und 2-4 Tagen. Du solltest die kleinen Kerlchen beim Spülen genau anschauen, dann entwickelst Du mit der Zeit ein gutes Gespür, wann die Keimung losgeht.

Nach Abschluss der Keimdauer werden die Keime fermentiert. Das geht ganz einfach: Gib die Keime in Gefäß von mind. 1 l Volumen, füge 400 ml gutes Wasser hinzu (ich verwende eine artesische Quelle, um den Rejuvelac besonders kostbar zu machen), decke das Gefäß mit einem sauberen Mulltuch ab (mit Gummiband zum Befestigen), damit kein Staub in das Getränk kommt, aber genug Sauerstoff an die Flüssigkeit gelangt. Nun lasse das Ganze 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen. Jetzt bildet sich eine weißliche Flüssigkeit (siehe Bild oben links).

 

Hinweis: Aus den Körner backe ich nach der Fertigstellung des Rejuvelacs ein Darmschmeichler-Vollkornbrot. Man kann die Körner auch zu einer zweiten Fermentierung verwenden oder den Hühnern geben - falls Ihr welche habt. Die freuen sich. Der Rejuvelac hält sich in Bügel- oder anderes verschließbaren Flaschen im Kühlschrank ca. 1 Woche.

Besucher: 

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon