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Mindesthaltbarkeits-datum (nicht "ab jetzt tödlich")


Nach Berechnungen des World Wild Fund for Nature (WWF) werden in Deutschland jährlich rund 18 Mio Tonnen Lebensmittel verschwendet. Das entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs der Bundesrepublik, während weltweit 800 Millionen Menschen hungern. Einfach skandalös!


Das viele Wegschmeißen von Lebensmitteln hat auch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zu tun. Viele Menschen glauben, das Produkt sei ab diesem Zeitpunkt verdorben und nicht mehr zum Verzehr geeignet. Das geht sogar so weit, dass eine Vielzahl von Verbrauchern die Nahrungsmittel "zur Sicherheit" schon einige Tage vor Ablauf des MHD entsorgen. Dabei sind die meisten Lebensmittel deutlich länger verzehrbar, denn das MHD ist lediglich eine Art Qualitätsgarantie und kein Stichtag zum Wegwerfen.


Tatsächlich können Lebensmittel mit aufgedrucktem MHD ganz leicht auf ihre Verderblichkeit überprüft werden. Wie? Mit ganz altmodischen Mess-Werkzeugen: unseren Sinnen! Indem wir anschauen, riechen und schmecken. Da passiert auch nichts, wenn das Lebensmittel tatsächlich verdorben ist - außer, dass es stinkt oder eklig schmeckt. Ist mir gerade bei einem Süßlupinen-Pudding passiert: hat gruselig geschmeckt. Nur bei leicht verderblichen tierischen Lebensmitteln wie Fleisch oder Fisch sollte man vorsichtig sein.

Sechs Tipps, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden:

1. Planvolles Einkaufen: Prüft vor dem Einkaufen durch einen Blick in den Kühlschrank und in die Speisekammer, was Ihr wirklich braucht, schreibt das auf und kauft nur das - und am besten nicht mit knurrendem Magen einkaufen. Hungrig einkaufen ist wie besoffen flirten, da holt man sich alles mögliche mit nach Hause.

2. Lebensmittel richtig lagern, damit nichts schnell verdirbt. Wertvolle Informationen findet Ihr dazu auf: http://www.verbraucherzentrale.nrw/Lebensmittel.

3. Foodsharing: Wenn Ihr doch noch zu viel Lebensmittel habt, dann teilt sie mit Nachbarn, Freunden oder auf www.foodsharing.de

4. Lebensmittel überprüfen: prüft die Lebensmittel, bei denen Ihr Bedenken habt, sie könnten verdorben sein. Anschauen, riechen, fühlen, schmecken, worauf auch immer Ihr vertraut.

5. Essensreste verwerten: Schmeißt das, was übrig geblieben ist, nicht weg, sondern verwertet es am nächsten Tag (z.B gekochte Nudeln für einen Nudelsalat), friert es portionsweise ein oder nehmt es mit an den Arbeitsplatz. Im Müll sollte nur das landen, was wirklich verdorben ist.

6. Doggy bags: Lasst Euch das Essen im Restaurant, das Ihr auf dem Teller zurück lasst, einpacken. Vielen ist das peinlich, aber was einmal auf dem Tisch war, muss weggeschmissen werden. Die Franzosen erwägen sogar ein "Doggy Bag Gesetz", nachdem Reste eingepackt werden müssen. Einen interessanten Artikel dazu findet Ihr hier: http://www.sueddeutsche.de. Wenn Euch die Portionen in Restaurants oft zu groß sind, dann gleich die Tupperware mitbringen, damit keine "to-go" Plastikschachteln verschwendet werden.


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