Achtsamkeit in der Grundschule

Updated: May 1


Das Grundschulalter ist die beste Zeit, um Kinder mit Achtsamkeit vertraut zu machen. Denn Grundschulkinder sind offen und neugierig, Neues zu erkunden. Durch Achtsamkeit lernen sie sich selbst besser kennen und verbessern die Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Auch hier ist achtsame Ernährung ein guter Einstieg in das Konzept der Achtsamkeit, das dann überall angewendet werden kann.

Vergangenen Freitag durfte ich eine Doppelstunde Sachunterricht in der Grundschule geben. Ich habe in der Vergangenheit unzählige Vorträge zu unterschiedlichen Themen gehalten, Seminare gegeben und Trainings abgehalten, doch hier war ich zugegebenermaßen ein bisschen nervös: Würde den Kinder gefallen, was ich für sie vorbereitet hatte? Als nach meiner ersten Frage "Warum müssen Menschen essen und trinken?" ruckartig alle Hände nach oben gingen, begannen 90 Minuten Unterricht wie im Fluge zu vergehen.

Wir besprachen welche Nährstoffe der Mensch zu sich nehmen muss, um den Organismus am Leben zu halten und gesund zu bleiben. An der Station Dünndarm erläuterten wir, wie die Nährstoffe in die Körperzellen gelangen. Was passiert, wenn wir gestresst sind? Auf die Frage, was Stress ist, konnten einige Kinder von den vielen Terminen ihrer Eltern berichten. Nun begann der spannende Teil: Was passiert mit unserer Verdauung, wenn wir uns Zeit nehmen und achtsam essen. Unsere Sinne und die passenden Sinnesorgane kannten die Kinder schon. Dann kam die Blindverkostung, die sie besonders spannend und spaßig fanden. Sie fühlten, rochen, schmecken die kleinen Lebensmittelproben, die ich vorbereitet hatte. Obwohl ich mit meinem Vortrag fertig war, wurde ich nicht entlassen. "Beate, bitte bleib noch!" riefen die Kinder. Was für ein schönes Kompliment! Also blieb ich und beantwortete noch viele Fragen zum Thema Ernährung. Ich war überrascht, wie interessiert die Kinder waren und wie viele Fragen sie hatten. Als die Schulstunde zu Ende war musste ich versprechen, wieder zu kommen. Während ihrer Pause standen immer noch fünf Kinder vor mir und befragten mich zu ihren Pausenbroten und den mitgebrachten Getränken: "Ist das OK oder zuviel Zucker?" Mir hat es riesig Spaß gemacht!


Über's Wochenende sind einige Emails der Eltern eingetrudelt, über die ich mich sehr gefreut habe, zum Beispiel "Thanks Beate! That was really wonderful. We had quite a few conversations about the same during weekend. Would appreciate if you can continue the subject again in the future..." oder "Ich finde es ganz toll, dass Du Dir die Zeit genommen hast. E. war begeistert und hat viel davon erzählt. Ich fände es toll, wenn Du nochmal kommen würdest."

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