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Achtsamkeitsübung: Ärger im Alltag


Wir alle kennen diese Situation im Alltag: Wir empfinden die Äußerung oder das Verhalten eines anderen uns gegenüber als unfair, unhöflich oder sogar gemein und wir ärgern uns! Dieser Ärger bleibt dann als negative Energie in unserem System und belastet uns.


Doch anstatt sich als Opfer der Situation zu fühlen, kann man sich auch die Frage stellen: "Wie habe ich mir das jetzt in mein Leben geholt?" Jetzt fragst du Dich vielleicht, wie man sich eine Situation in sein Leben holen kann.


Gedanken und Gefühle sind machtvoll und nehmen in großem Maße Einfluss auf unser Leben. Tatsächlich denken wir ständig und haben täglich Zigtausende Gedanken. Zum einen verarbeiten wir intellektuell bewusst Informationen, wenn wir vom Denken sprechen. Diese bewussten Gedanken machen aber nur einen kleinen Teil der Gesamtmenge aus. Etwa 90 % unserer Gedanken werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Dabei funktioniert unser Unterbewusstsein wie eine riesige Datenverarbeitungsanlage, die durch gespeicherte Informationen unser Handeln beeinflusst. Wir empfangen einen Reiz von außen, indem wir etwas über unsere Sinne wahrnehmen, und unser Verstand verarbeitet die Informationen nach dem Muster, das in unserem Unterbewusstsein verankert ist. Das macht uns Menschen zu einem irrationalen Wesen. Nach welchen Kriterien unser Unterbewusstsein Informationen abspeichert, könnt Ihr in Kapitel 07. "Die Kraft der Gedanken" unseres Buches: "Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens" nachlesen.


Zudem ist der Mensch ein komplexes energetisches System. Neben dem physischen Körper hat jeder Mensch auch feinstoffliche Körper. Und diese vielen Körper generieren physikalisch messbare elektromagnetische Felder. Unsere feinstofflichen Körper reflektieren unsere Gedanken und Gefühle und geben dadurch ein ganz individuelles Schwingungsmuster ab. Das ist tatsächlich so speziell, wie ein Fingerabdruck.


Energie wiederum ist in Schwingung befindliche Information. Nach dem Gesetz der Resonanz ("Gleiches zieht Gleiches an") kommuniziert das ganze Universum über diese Schwingungen miteinander. Je nach dem, ob unsere feinstofflichen Körper durch unsere Gedanken und Gefühle positiv oder negativ geprägt sind, schwingen sie auf einer bestimmten Frequenz. Und diese resonieren mit dem, was auf der gleichen Frequenz schwingt. Herrschen in unserem Leben also negative Gefühle Ärger oder Wut vor, so ziehen wir uns genau diese negativen Schwingungen in unserer Leben, ob uns das passt oder nicht. Das heißt, wir haben dann nicht nur mit unserer eigenen unzuträglichen Energie zu kämpfen, sondern holen uns noch die negative Energie von anderen ins Haus. Nämlich von denen, die auch gerade auf unserer Frequenz senden.


Nach einer unangenehmen oder gar belastenden Begegnung kann man sich durchaus die Frage stellen: "Welche Gedanken habe ich gerade? Welche Stimmung herrscht bei mir gerade vor, um mit einer solch' negativen Energie zu resonieren?"


Dadurch entfernst Du Dich von der Opferrolle und Dir wird bewusst, was gerade bei Dir passiert und vorherrrscht. Im Gegensatz zur Verhaltensweise von anderen, die Du nicht ändern kannst, kannst Du durchaus hinterfragen, wie Du gerade auf die Welt zugehst. Achtsam, ohne zu bewerten und neugierig auf Erkenntnisse.