Sind Maronen gesund?
Updated: 2 days ago

Um auch im Herbst und Winter gesund und fit zu bleiben, gibt es saisonale Lebensmittel, die uns mit wertvollen Nährstoffen versorgen können. Gehören Maronen dazu?
Was sind Maronen?
Maronen sind die essbaren Nussfrüchte der Edelkastanie. Umgangssprachlich werden Maronen und Esskastanien synonym verwendet. Strenggenommen sind Maronen aber die gezüchtete Form der einfachen Esskastanie. Sie sind in der Regel größer und geröstet eine beliebte Spezialität auf dem Weihnachtsmarkt.
Verwechseln sollte man sie nicht mit der Rosskastanie, die Kinder im Herbst zum Basteln sammeln. Denn die sind nicht zum Verzehr geeignet und können üble Magen-Darm-Probleme verursachen. Während die Rosskastanien eine grüne Hülle mit kurzen, stumpfen Stacheln ummantelt, erkennt man die Fruchthülle der Edelkastanie an ihren zahlreichen, langen, feinen Stacheln (siehe Bild oben).
Das Nährstoffprofil
Obwohl Maronen zu den Nüssen zählen, haben sie deutlich weniger Kalorien als andere Nüsse. 100 g Maroni haben nur 200 kcal, während dieselbe Menge Erdnüsse etwa das Doppelte hat. Dadurch ähneln Maronen in ihrer Nährstoffzusammensetzung eher einer stärkehaltigen Beilage als einer klassischen Nuss. Das macht sie nicht automatisch gesünder als Nüsse. Sie haben einfach nur ein anderes Nährstoffprofil. Maronen enthalten allerdings mehr Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren als eine typische sättigende Beilage.
Darüber hinaus bringen Maronen noch weitere gesunde Nährstoffe auf den Tisch, nämlich pro 100 g Frucht:
Kalium: 1.172 mg
Magnesium: 85 mg
Vitamin C: 27 mg
Vitamin B1: 0,2 mg
Vitamin B2: 0,21 mg
Vitamin B6: 0,35 mg
Vitamin B1, B2 und B6, die bei Stress die Nerven beruhigen und die Produktion unserer körpereigenen Happiness-Droge Serotonin unterstützen sind eines der Highlights. Zudem enthalten sie viel Vitamin C, Kalium, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. Schließlich unterstützen sie einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt und helfen bei den Entgiftungsprozessen der Leber.
Mit 8,4 g Ballaststoffen pro 100 g tragen Maronen zudem zu einer ballaststoffreichen Ernährung bei.
Maronen schmecken deutlich süßer als andere Nüsse und das liegt natürlich am Zuckergehalt: Sie enthalten ca. 14 g Zucker pro 100 g Maronen sowie 27,3 g Stärke. Damit sind Maronen also kein zuckerfreier Snack, aber auch keine Süßigkeit im eigentlichen Sinne, der im Gegensatz zum fruchteigenen Zucker, industrieller Zucker zugesetzt wird. Vorsicht bei kandierten Maronen oder anderen Verarbeitungen: Hier lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste.
Fazit: Maronen sind keine Superfoods. Sie können aber eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung, z.B. die gesunde 30-Pflanzen-pro-Woche Diät, sinnvoll ergänzen. Und schließlich schmecken sie ja auch richtig lecker!
Die Zubereitung

Egal, wie man Maronen zubereitet, sie müssen zunächst immer kreuzweise angeritzt werden, damit sie nicht (wie Popcorn) platzen. Dann kann man sie entweder im Backofen bei 180 Grad (Ober-Unterhitze) für 25-30 Minuten rösten oder für 15-20 Minuten in Salzwasser kochen. Dann mit kaltem Wasser abschrecken, sofort schälen und z.B. zu Maronensuppe oder Maronen-Kartoffel-Püree weiter verarbeiten. Wärmstens empfehlen kann ich das "Pfälzer Keschde-Süppchen".
Ich persönlich benutze einen alten Sandwichmaker und lege die Maroni dort zum rösten auf (siehe Foto).
Zubereitung im Air Fryer
Wer mag, kann die Maronen auch im Air Fryer zubereiten. Dazu tut man folgendes:
Maronen waschen und mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden (ca. 3–4 mm tief).
Optional: Leicht mit 1–1,5 TL Öl einreiben für mehr Knusprigkeit.
Airfryer auf 180 °C vorheizen (ein paar Minuten).
Maronen in einer einzigen Schicht in den Korb legen, nicht überladen.
Bei 180 °C für 18-20 Min. garen, nach der Hälfte der Garzeit kurz schütteln oder wenden.
Herausnehmen und sofort in ein sauberes Küchentuch geben; 2–3 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
Ich versuche die Maronen nicht über 180 Grad C zu erhitzen, da sonst das Vitamin C kaputt geht.
Bon appétit!




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