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Gibt es gesundes und ungesundes Wasser?


Vor einer Weile habe ich an einem online Kongress rund um das Thema „Immunsystem“ teilgenommen. Ein Aspekt, mit dem sich viele Gastredner (u.a. Forscher, Professoren, Schuldmediziner, Biologen, Ernährungswissenschaftler) beschäftigt haben, war die Aufnahme von (Trink)Wasser im menschlichen Organismus.


Wasser ist das wichtigste Element des Lebens und die Grundlage für Lebensprozesse. Schaut man sich nur die chemische Zusammensetzung an, dann besteht Wasser aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Ist also Wasser gleich Wasser?


Unser Trinkwasser wird gerne als das am besten kontrollierte Lebensmittel propagiert. Es mag auch stimmen, dass dadurch die vorgegebenen Grenzwerte der kontrollierten Stoffe eingehalten werden. Zum einen werden aber nicht alle Stoffe, die sich aufgrund der modernen Zivilisation im Trinkwasser befinden, kontrolliert. Zum anderen schaffen es die Klärwerke auch nicht, Wasser 100%ig zu reinigen. So verbleiben Rückstände von Pestiziden, Düngemittel, Fungizide, etc. aus der Landwirtschaft im Wasser. Darüber gelangen Medikamentenrückstände, Hormone (aus der Antibabypille) und sogar Rückständen von Röntgenkontrastmittel über den Urin in den Wasserkreislauf. Also, ganz schön viel Kram, den man nicht im Wasser haben möchte. Das führt als Einzeldosis zwar nicht unmittelbar zu Problemen. Unklar ist aber die Langzeitwirkung, das heißt, der tägliche Konsum über viele Jahre und vor allem die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten. Wie soll man das auch messen?


Kauft man Mineralwasser ein, statt aus dem Wasserhahn zu trinken, dann sollte man auf ein schadstoffkontrolliertes (über die Anforderungen der Mineralwasserverordnung hinaus!) und leichtes Wasser achten. Denn entgegen der landläufigen Meinung, dass ein mineralstoffreiches Wasser besonders gesund ist, gilt in Bezug auf die Reinigungsfunktion des Wassers das Gegenteil. Ein leichtes Wasser (geringer Anteil = ca. 50 mg Gesamtmineralstoffmenge pro Liter) hat bildlich gesprochen noch Platz, Stoffwechselabfallprodukte zu binden und auszuleiten. Mehr zu diesen Aspekten könnt Ihr in Kapitel 17 des Buches „Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens“ nachlesen.


Während des eingangs erwähnten Kongresses beschäftigte man sich vor allem mit der Struktur des Wassers. Was ist damit gemeint? Grundsätzlich ist unser Körper auf eine gute Wasserqualität ausgelegt. Und das war vor dem Zeitalter der Industrialisierung auch die Norm. Wasser kam als Niederschlag auf die Erde, ist in den Erdboden eingedrungen, hat dort lange Zeiträume und Strecken zurückgelegt, wurde vielen Einflüssen ausgesetzt, ist dadurch „herangereift“ und hat Eigenschaften (u.a. elektrische) erlangt, um dann aus einer Quelle wieder an die Oberfläche zu gelangen. Das ist eine komplett andere Wasserqualität als Leitungswasser, das unter hohem Druck und über lange Rohrsysteme in die Häuser geschossen wird oder Mineralwasser, das nach Entnahme aus der Quelle verarbeitet wird. Unterschiedlich ist vor allem die Ordnungsstruktur des Wassers.


Ein  Forschungsteam um Gerald Pollack entdeckte einen Zustand des Wassers, in dem sich die Moleküle des flüssigen Wassers in einem hexagonalen „Kristallgitter“ anordnen. Hochwertiges Wasser aus Naturquellen bildet ebenfalls hexagonale Strukturen. Hierbei verbinden sich jeweils sechs (hexa = die griechische Vorsilbe für die Zahl sechs) Wassermoleküle zu einer Ringstruktur. Und dieses Wasser wird von unseren Zellen besonders gut aufgenommen, denn unsere Zellen nehmen Wasser nicht unspezifisch auf.


Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts ahnte man, dass die Zellen des Körpers neben dem unspezifischen Transport des Wassers über die Zellmembran auch spezifische Kanäle für den Transport von Wasser besitzen müssten. 1988 gelang es Peter Agre den genauen Transportmechanismus und damit die molekularen Vorgänge im Detail zu entschlüsseln. Er isolierte ein Membranprotein, das er Aquaporin taufte. Heute können Forscher einem Wassermolekül auf seinem Weg durch die Zellmembran im Detail folgen. Agre bekam dafür den Nobelpreis in Chemie verliehen. Dieser Vorgang ist selektiv, denn es wird bevorzugt Wasser in die Zelle gelassen, das gesundem Zellwasser entspricht. Auf Grund der spezifischen Eigenschaften des Zellwassers wird angenommen, dass Wasser in der Zelle stärker gebunden, d.h. strukturierter ist, als gewöhnliches Wasser. Das heißt dann wohl auch, dass man ausreichende Mengen von „ungesundem“ Wasser trinken und dennoch Wassermangel in den Zellen haben kann.


Das erklärt eine Kernaussage des Kongresses, nämlich dass Studien gezeigt hätten, je höher der Anteil an strukturiertem Wasser in der Zelle sei, desto besser sei die Antwort unseres Immunsystems. Forschungsergebnissen zufolge enthielten Krebszellen dagegen signifikant weniger strukturiertes Wasser als gesunde Zellen.


Und wie kommt man jetzt an strukturiertes Wasser? Um an ausreichende Mengen dieses Wasser zu kommen, kann man entweder selbst Wasser an Naturquellen abfüllen (nachdem man die Inhaltsstoffe studiert hat) oder – weniger aufwendig – in Glasflaschen einkaufen. Ich selbst kaufe Mineralwasser von der artesischen Quelle LAURETANA (unbezahlte Werbung). Das Wasser wird frei fließend nur mittels Schwerkraft abgefüllt und hat einen sehr geringen Gehalt an Mineralien (14,0 mg/l Festrückstand (180 Grad C)). Es ist ungefiltert, unbehandelt, hat einen elektrischen Widerstand von 60.000 Ohm sowie einen hohen Ordnungszustand in der Clusterstruktur. Zudem kann man frisch gepresste Obst, Gemüse, Pflanzen- und Kräutersäfte trinken, da auch Pflanzen strukturiertes Wasser in ihren Zellen haben.

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