Die Rauhnächte & das Ritual der 13 Wünsche
- Beate Caglar

- Dec 21, 2025
- 5 min read
Updated: Dec 24, 2025

Die Rauhnächte
Wer die weihnachtliche Auszeit für sich nutzen oder einfach mal ein kleines spirituelles Abenteuer wagen möchte, dem empfehle ich, die Rauhnächte zu praktizieren.
Die Rauhnächte sind eine hochfrequente Zeit zwischen den Jahren, die uns einlädt, bewusst zu reflektieren. Es geht darum, alte Muster loszulassen, um mit weniger oder idealerweise ohne Ballast ins neue Jahr zu gehen. In den Rauhnächten verbinden uns mit unserem Inneren und unser Intuition. Wir öffnen unser Leben für Klarheit, Visionen und neue Möglichkeiten. Diese magische Zeit gibt uns die Chance, Wünsche und Ziele für das Jahr 2026 zu manifestieren. Die Rauhnächte laden uns zu einer besonderen Reise zu uns selbst ein und sind eine Zeit der Verwandlung. Das ist nicht nur eine ganz tolle Achtsamkeitsübung, sondern es ist magisch, versprochen!
Um sich mit dem zu beschäftigen, was wir im nächsten Jahr brauchen und welche innere Transformation stattfinden muss, um unsere Ziele zu erreichen und damit sich unsere Träume erfüllen, gibt es das schöne Ritual der 13 Wünsche.
Das Ritual der 13 Wünsche vor den Rauhnächten
Die Energie zwischen der Wintersonnenwende (21.12.) und Heiligabend (24.12.) ist genau die richtige, um 13 Wünsche für das kommende Jahr festzuhalten. Das ist eine sehr schöne Gelegenheit, sich bewusst zu machen, was man sich im kommenden Jahr in seinem Leben wünscht, worauf es einem wirklich ankommt, welche Bedürfnisse man tatsächlich hat oder auch Grenzen zu ziehen.
Das Niederschreiben & Verbrennen der Wünsche
In fast allen Publikationen wird das Niederschreiben und Verbrennen der Wünsche wie folgt beschrieben: Du nimmst 13 gleiche Zettel und schreibst jeweils Deinen Wunsch für das nächste Jahr auf.
Die Wünsche werden wie bei einer Affirmation positiv in der Gegenwartsform aufgeschrieben, als wären sie schon erfüllt worden, z.B. "Ich bin gesund", nicht "Ich wäre gerne gesund" oder "ich lebe in finanzieller Fülle", nicht: "ich möchte keine Geldsorgen mehr haben". Warum ist das so? Wir müssen energetisch das spüren, was wir in unser Leben holen wollen, also quasi auf der gleichen energetischen Frequenz unterwegs sein, wie die Erfüllung unseres Wunsches.
Nun werden die Zettel aufgerollt und mit einem Band umwickelt. Die Wünsche sollten von außen nicht zu unterscheiden sein (gleich große Zettel, in gleicher Farbe, in gleicher Wickelart... etc.). Dann kommen alle 13 Rollen in ein schönes Körbchen oder eine Schatulle.
In jeder Rauhnacht, wenn es dunkel wird, ziehst Du einen Wunsch, ohne ihn aufzurollen, verbrennst ihn und übergibst ihm so einer höheren Macht, die sich dann um die Erfüllung kümmert. Quasi als würde man sein Kind in der Kita abgeben. Nur den letzten 13. Wunsch, den man öffnet, um den müsse man sich im nächsten Jahr selbst kümmern.
Wenn es so einfach wäre, dass sich eine höhere Macht um die Zettelchen kümmert, dann hätte so mancher schon ein Haus oder eine Yacht mehr. Leider funktioniert das so nicht... In den Rauhnächten ist echte Seelenarbeit und Transformation gefragt. Nur Du kannst das in Dein Leben holen, was Du Dir wünschst, wenn Du es energetisch fühlst und vor Deinem geistigen Auge siehst. Das Ritual der 13. Wünsche ist lediglich ein kleines Vehikel, das Dir helfen kann, in diese Energie zu kommen und Deine Intuition anzusprechen. Das heißt, Du muss für Deine Wünsche arbeiten. Deswegen ist es auch schwer bis unmöglich, für andere zu wünschen.
Ich verbinde die zugegeben wunderschöne Tradition der 13. Wünsche mit der Seelenarbeit. Ich schreibe meine 13. Wünsche in mein Rauhnachtstagebuch und schreibe sie jeweils auf einen Zettel, den ich mit einem Bändchen umwickele und lege meine Wünsche wie einen Schatz in ein schönes Säckchen. Ab dem 24. Dezember nehme ich mir jeden Abend Zeit, um einen Wunsch von meiner Liste (im Rauhnachtstagebuch) zu verinnerlichen und mich mit ihm zu verbinden. Danach nehme ich einen Zettel aus meiner Schatulle, öffne ihn, um zu sehen, um welchen es sich handelt und übergebe ihm dem Feuer. Ich finde es immer spannend, ob der Wunsch aus dem Rauhnachtstagebuch mit dem Zettel übereinstimmt. Schließlich schreibe ich noch auf, für welchen Monat des neuen Jahres der Wunsch steht. Denn jede Rauhnacht steht für einen Monat des neuen Jahres (Einzelheiten dazu findest Du hier). Schreibe gerne auch auf, was Du bei einzelnen Wünschen empfunden hast. Fiel es Dir leicht, Dich mit dem Wunsch zu verbinden? Oder hattest Du Zweifel, z.B. "das klappt sowieso nicht"? Schreib alles auf, was Dir in den Sinn kommt, egal wie belanglos es Dir scheint. Am Ende der Rauhnächte setzen sich die Puzzleteile zusammen und Du hälst einen wahren Schatz Deiner Seelenarbeit in den Händen.
Wie erfüllen sich meine Wünsche der Rauhnächte?
Nimm' Dir für das Formulieren der Wünsche ausreichend Zeit. Wie gesagt: Damit sie in Erfüllung gehen, ist es wichtig, dass Du "in Deine Energie" kommst, ein mechanisches Affimieren reicht nicht. Wenn Du nicht in Deiner Energie bist, kannst Du alles Mögliche aufschreiben, es wird sich aber nicht erfüllen. Deine Energie muss im Einklang mit Deinem Wunsch sein. Was meine ich damit?
Sofern Deine feinstoffliche Energie in der gewünschten Frequenz schwingt und im Einklang mit Deinem Wunsch ist, ziehst Du auch genau das in Dein Leben. Das passiert nach dem Gesetz der Resonanz automatisch. Leider sorgen wir oft selbst dafür, dass unsere Wünsche gar nicht in Erfüllung gehen können, ohne es zu merken. Nämlich dann, wenn wir (1) unklare Wünsche formulieren, (2) den Wunsch selbst nicht für erreichbar halten oder (3) ungeduldig werden, wenn der Wunsch nicht sofort erfüllt wird.
Stell' Dir vor, wie es sich anfühlen würde, wenn der Wunsch bereits erfüllt wäre. Wie würde es Dir damit gehen? Wie sieht Dein Umfeld aus? Wie siehst Du aus? Was hat sich in Deinem Leben dadurch verändert? Ein Visionboard zu erstellen für das kommende Jahr ist eine tolle Möglichkeit, sich immer wieder mit der Energie Deiner Wünsche zu verbinden.
Wenn Deine Energie auf einer Frequenz des Vertauens, der Dankbarkeit und der Lebensfreude sendet und Du in dieser positiven Ausrichtung Deinen Wunsch manifestierst, ziehst Du Dir auch das, was ebenfalls diese Frequenz hat, in Dein Leben. Ist Deine Energie aber von Zweifeln, Angst oder Sorgen geprägt, dann stimmt sie nicht mit dem Wunsch überein und Du holst Dir Zweifel und Sorgen ins Haus.
Beispiel: Du wünscht Dir für das kommende Jahr, Dich zu verlieben und einen Partner zu finden. Dann stelle Dir vor, wie es sich anfühlt, wenn Ihr Hand-in-Hand durch die Stadt lauft, wie ihr ein romantisches Dinner bei Kerzenschein einnehmt, wie leidenschaftlich der Sex ist, ... etc. Alles Schöne, was Du erwartest oder Dir erhoffst, wenn sich Dein Wunsch erfüllt. Genieße diese Vision als wäre sie schon Realität geworden. Denkst du beim Wünschen aber: "Das wird ja eh nicht klappen" oder "Ich finde sowieso niemanden, so wie ich aussehe" dann stimmt Deine Energie nicht mit Deinem Wunsch überein und er wird sich nicht erfüllen.
Fazit: "In seine Energie" zu kommen, ist nicht einfach und braucht Arbeit. Denn Zettel verbrennen, ohne innere Arbeit, Reflektion und Transformation Deiner Energie bringt außer ein bisschen Fun leider nichts. Doch wenn Du Dir die Zeit nimmst und Dich mit Deinem inneren zu verbinden - auch wenn es manchmal weh tut - kannst Du das Leben führen, dass Du wirklich führen möchtest.

Weiße Magie in den Rauhnächten
Wenn Ihr mögt, könnt Ihr mit Lorbeerblättern arbeiten, um Euch besser mit Eurem Inneren und Eurer Intuition zu verbinden. Und so ein bisschen Hexe spielen macht ja auch Spaß!
Lorbeer ist ein hervorragendes Reinigungs- und Schutzkraut. Es wurde in der Geschichte aber auch genutzt, um sich in einen hellseherischen Zustand zu versetzen. Hierfür nimmst Du das Blatt in die Hand und visualisierst Dein Wunschszenario. Zerbrösele das Blatt, nimm die ätherischen Öle wahr, die jetzt frei werden, und wickele die Brösel in Deinen Zettel ein. Es wird dann zusammen mit Deinem Wunsch dem Feuer übergeben.
Ich wünsche Euch, dass Ihr genauso viel Spaß an den Rauhnächten habt, wie ich! Im übrigen wünsche ich frohe, friedliche und erholsame Weihnachten.



Comments