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Die großartige Arzneipflanze Knoblauch


Wir befinden uns in der zweiten Welle der Pandemie und das Coronavirus SARS-CoV-2 hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Vielen von uns ist dabei wieder klar geworden, wie wichtig unsere Gesundheit ist. Und zwar nicht nur in diesen Zeiten, sondern ein Leben lang. Während derzeit über Schutzmaßnahmen gesprochen wird und viele sehnsüchtig auf den Impfstoff warten, sollte man sich klarmachen, dass ein gesundes Immunsystem mindestens ebenso wichtig ist. Je besser unsere körpereigene Abwehr aufgestellt ist, desto besser gelingt es, mit Infektionen umzugehen. Und dafür kann man sich ganz einfachen, aber sehr effektiven Mitteln bedienen.


Der Knoblauch ist in diesem Zusammenhang einer, der ganz vorne auf der Liste solcher Mittel steht. Kaum einer anderen Pflanze werden so viele nützlichen Eigenschaften nachgesagt, wie dem Knoblauchgewächs. Der französische Chemiker Louis Pasteur (woher kennt man den? Richtig! Er hat eine Methode zur Haltbarmachung von Lebensmitteln erfunden, die Pasteurisierung) entdeckte bereit 1858 die antibakteriellen Eigenschaften des Knoblauchs. Nur wenige Arzneipflanzen wurden bislang derart gut untersucht. So enthält der Knoblauch mehr als 2.000 biologisch aktive Substanzen, die in Kombination für die heilende Wirkung verantwortlich sind. Zudem hat man herausgefunden, dass Knoblauch nicht nur den Cholesterinspiegel senken und Ablagerungen in den Blutgefäßen verringert, sondern auch den Blutdruck und die Fließeigenschaft des Blutes verbessern kann (das hilft die Bildung von Blutgerinseln zu verhindern). In Tierversuchen wurde gezeigt, dass Knoblauch die Leistung der Blutgefäße im Gehirn verbessert, weshalb man annimmt, dass er auch der Entstehung von Demenzerkrankungen beim Menschen entgegen wirkt. Die Anti-Krebs-Wirkung des Knoblauchs und anderen Lauchgewächse (Allium) wird weiterhin eifrig erforscht. Eine Zusammenfassung verschiedener Fall-Kontroll-Studien ergab, dass schon der Verzehr einer Zehe pro Tag gegen neun verschiedene Krebsarten schützen kann. Dies schreibt man seinen besonders wertvollen Schwefelverbindungen zu, die gleichzeitig auch für den typisch strengen Geruch sorgen. Etwas weniger dramatisch, aber aktueller denn je, verkürzt der tägliche Konsum von Knoblauch bei Erkältungen die Dauer der Erkrankung und lindert die Symptome. Besonders wirksam ist der Knoblauch, wenn man ihn mit anderen Lauchgewächsen kombiniert, also mit Frühlingszwiebeln, Schalotten, Schnittlauch, Zwiebeln und natürlich dem Lauch.



Für diejenigen, die jetzt denken: "Ich hab' doch keine Lust jeden Tag Knoblauch zu schälen" habe ich einen Vorschlag. Einmal mehrere Knollen schälen und im Kühlschrank aufbewahren. So hat man sie immer verzehrfertig ohne weitere Arbeit in der Küche am Start. Das geht durch Fermentieren. Während Lebensmittel früher vor allem fermentiert wurden, um sie haltbar zu machen, schätzt man heute die wertvollen Milchsäurebakterien, die dabei entstehen. Wie fermentiert man Knoblauch? Ganz einfach, hier geht's zum Rezept. Bleibt gesund, aber tut auch was dafür und nutzt einfache und wirksame Hausmittel.



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