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Gekeimte Linsensuppe


Während des #veganuarydetox geht es vereinfacht um die Strategie, die Reinigungsprozesse des Körpers zu unterstützen. Denn jeder von uns ist in unserer heutigen Umwelt jeden Tag Schadstoffen ausgesetzt, die unser Körper mühsam abarbeiten und ausscheiden muss. Dazu kommen ggf. Gifte und schädliche Substanzen, die wir uns selbst zuführen, wie z.B. Nikotin, Alkohol, Koffein, Zucker, Chemie in Kosmetik und Reinigungsmitteln. Die Reinigungsprozesse unseres Körpers unterstützen wir zum einen durch Vermeidung; denn was ich dem Körper nicht zuführe, muss er auch nicht mühsam abbauen. Zum anderen durch die Zufuhr von frischen, möglichst unberarbeiteten und wertvollen, nährstoffreichen Lebensmitteln, damit sich unser Organismus daran erfreut, entlastet wird und regenerieren kann. Wie helfen gekeimte Hülsenfrüchte dabei?


Grundsätzlich gilt: Selbst gezogene Keimlinge und Sprossen sind würzig wie frische Kräuter, unbelastet von Schadstoffen und reich an Nährstoffen. Denn Pflanzensamen enthalten ein komplexes Nährgewebe, das während des Keimvorgangs aktiviert wird, um die Pflanze so lange zu versorgen, bis sie ihre Energie durch Fotosynthese gewinnen kann. Das heißt, im Moment der Keimung entsteht aus dem Samen ein Nährstoffkraftpaket und die Nährstoffdichte - die Konzentration an Bioaktivstoffen, Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und Ballaststoffen der Pflanze - wird nie wieder so hoch sein.


Hülsenfrüchte sind als Keimlinge und Sprossen besser verträglich, weil die Kohlenhydrate, die Blähungen verursachen können, zum größten Teil abgebaut sind, denn Kohlenhydrate verändern sich durch die Keimung in ihrer Struktur. Das entlastet den Darm und Verdauungstrakt.


Abgesehen von gesundheitlichen Vorteilen ist die durch die gekeimten Linsen bedingte sämige Konsistenz der Suppe ist besonders köstlich! Die einzige Crux ist, dass man 2 Tage, bevor man die Suppe essen möchte, an das Keimen lassen der Linsen denkt. Und das geht ganz einfach: entweder hat man ein Keimglas und gibt die Linsen dort hinein oder man legt die gewünschte Menge Linsen in einer Schüssel in reichlich Wasser ein, deckt sie ab und lässt sie und über Nacht stehen. Am nächsten Tag die Linsen im Keimglas ausspülen und so hinstellen, dass sie abtropfen können. Oder die Linsen abwaschen und in ein großes Küchensieb geben. Während des nächsten Tages öfter mal durchspülen, kräftig abtropfen (durch Schütteln) und einfach neben dem Küchenwaschbecken stehen lassen. Bereits an Tag 2 sieht man, wie sich die kleinen Spitzen des werdenden Pflänzchen aus der Hülse drängen (siehe Bild). Man kann die kleinen Spitzen natürlich auch länger wachsen lassen, als ich das getan habe. Das nachfolgende Rezept ist für 8-10 Portionen, denn wir mögen die Suppe am nächsten Tag, nachdem sie durchgezogen ist, noch lieber. Wer weniger machen möchte halbiert entweder das Rezept oder friert die zweite Hälfte ein.

Das wird gebraucht:

200 g Berglinsen, gekeimt (siehe oben)

1 große Zwiebel, in feine Würfel geschnitten

750 g frisches Suppengemüse (z.B. Sellerie, Stangensellerie, Möhren, Lauch), in feine Würfel bzw. Scheiben geschnitten

250 g Pak Choi oder Mangold (optional)

250 g Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten

2 EL Öl

2 Lorbeerblätter

1,5 l Gemüsebrühe

1 TL Kreuzkümmel

1 TL Agavendicksaft

1 EL roter Balsamico oder Rotweinessig

1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt (mit Stil)

Salz, Pfeffer

So wird's gemacht:
  • Das Öl in den Suppentopf geben und die Zwiebeln, das Suppengemüse und die Kartoffeln darin für einige Minuten anrösten.

  • Die Linsen und die Lorbeerblätter dazugeben und kurz mit anrösten.

  • Die Gemüsebrühe zugießen, aufkochen und bei mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren.

  • Optional: Nach ca. 10 Min. Mangold oder Pak Choi dazugeben.

  • Die Suppe mit Essig, etwas Agavendicksaft, Pfeffer und Salz abschmecken. In Tellern servieren und mit Petersilie bestreuen

Bei uns gibt es zu Suppen immer zusätzlich noch frische Sprossen und frisches, unverarbeitetes Sauerkraut.


Bitte beachten! Die Ernährungsbedürfnisse des Einzelnen sind so speziell, wie der Mensch selbst. Dieser Beitrag kann daher nur eine Anregung sein, die jeder für sich selbst auf Bekömmlichkeit überprüfen sollte.




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